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Wie messen Organisationen Teamentwicklung heute?

29. Sept.
3 Min. Lesezeit

Warum wir den State of Team Development untersuchen

Teamentwicklung spielt in vielen Organisationen eine wichtige Rolle. Coaches begleiten Teams, Führungskräfte investieren in Zusammenarbeit und Projektorganisationen versuchen, Probleme früh zu erkennen. Gleichzeitig ist erstaunlich schwer zu sagen, wie systematisch Organisationen eigentlich beobachten, ob sich Teams über längere Zeit tatsächlich entwickeln.


Genau diese Frage interessiert uns: Wie machen Organisationen Teamentwicklung heute sichtbar?


Welche Informationen werden erhoben? Wie regelmäßig passiert das? Was geschieht anschließend mit den Ergebnissen? Werden konkrete Maßnahmen daraus abgeleitet? Und schaut später noch einmal jemand darauf, ob sich das ursprüngliche Thema tatsächlich verändert hat?


Mit dem State of Team Development möchten wir besser verstehen, wie diese Fragen heute in der Praxis beantwortet werden.


Messen wir Entwicklung – oder vor allem den aktuellen Zustand?

Organisationen haben viele Möglichkeiten, auf Teams zu schauen. Retrospektiven liefern qualitative Beobachtungen, Befragungen können Aspekte der Zusammenarbeit sichtbar machen und Projektkennzahlen ergänzen die Delivery-Perspektive. Uns interessiert deshalb weniger, ob grundsätzlich Daten vorhanden sind, sondern wie sie genutzt werden und welchen Stellenwert Entwicklung dabei hat.


Eine einzelne Befragung zeigt zunächst einen Zustand. Für Teamentwicklung wird es interessanter, wenn mehrere Zeitpunkte miteinander verglichen werden. Erst dann lässt sich erkennen, ob sich beispielsweise Zusammenarbeit, Eigenverantwortung oder psychologische Sicherheit über längere Zeit verändern.


Uns interessiert deshalb auch, wie häufig Organisationen mit solchen Zeitverläufen arbeiten. Wird regelmäßig gemessen oder erst dann, wenn bereits ein Problem entstanden ist? Bleibt es bei einzelnen Erhebungen oder werden Entwicklungen über mehrere Monate verfolgt?


Was passiert nach der Messung?

Mindestens genauso wichtig wie die Messung selbst ist die Frage, was danach passiert. Ergebnisse können Gespräche strukturieren, Handlungsfelder sichtbar machen und helfen, Maßnahmen gezielter auszuwählen. Sie können aber auch nach einer Präsentation oder Retrospektive wieder verschwinden, ohne dass später noch einmal darauf zurückgekommen wird.


Besonders spannend ist deshalb die Verbindung zwischen Messung und Handeln. Wenn ein Team beispielsweise feststellt, dass Entscheidungen zunehmend schwieriger werden, wird daraus eine konkrete Maßnahme? Und wird einige Wochen oder Monate später geprüft, ob sich die Situation verändert hat?


Auch der Umgang mit den Daten spielt eine Rolle. Teamdaten können Entwicklung und Reflexion unterstützen. Sobald sie jedoch zur Bewertung einzelner Personen oder zum Ranking von Teams verwendet werden, verändert sich ihr Zweck – und möglicherweise auch die Art, wie Menschen auf solche Messungen reagieren.


Unterschiedliche Rollen sehen unterschiedliche Ausschnitte

Teamentwicklung sieht je nach Rolle unterschiedlich aus. Coaches beschäftigen sich häufig direkt mit Zusammenarbeit, Teamdynamik und Interventionen. Projekt- und Programmverantwortliche betrachten Teams zusätzlich aus der Perspektive von Delivery, Risiken und Abhängigkeiten. Transformation Leads oder Organisationsentwickler:innen interessieren sich eher für Entwicklungen über mehrere Teams und Bereiche hinweg.


Deshalb richtet sich der State of Team Development bewusst an unterschiedliche Rollen. Uns interessiert, welche Gemeinsamkeiten sich über diese Kontexte hinweg zeigen und wo sich die Vorgehensweisen deutlich unterscheiden.


Die Befragung ist anonym. Im Mittelpunkt stehen keine individuellen Bewertungen einzelner Unternehmen oder Personen, sondern Muster darüber, wie Teamentwicklung heute beobachtet und begleitet wird.


Was wir herausfinden möchten

Hinter der Untersuchung stehen einige einfache, aber für uns zentrale Fragen: Wie verbreitet sind regelmäßige Messungen von Teamentwicklung? Welche Aspekte werden überhaupt beobachtet? Werden Entwicklungen über Zeit betrachtet? Wie häufig führen Erkenntnisse zu konkreten Maßnahmen? Und wird später überprüft, was sich danach verändert hat?


Wir möchten dabei nicht von vornherein unterstellen, dass es einen idealen Ansatz gibt. Unterschiedliche Organisationen, Teams und Situationen brauchen unterschiedliche Formen der Beobachtung. Interessant ist zunächst, welche Praktiken sich tatsächlich etabliert haben und wo Organisationen heute noch Schwierigkeiten sehen.


Vielleicht zeigt sich, dass Zeitverläufe längst verbreitet sind, aber Maßnahmen nur selten mit späterer Entwicklung verbunden werden. Vielleicht liegt die eigentliche Herausforderung weniger in der Messung als darin, aus den Ergebnissen konkrete Entscheidungen abzuleiten. Vielleicht finden wir auch Vorgehensweisen, die wir bisher gar nicht auf dem Radar haben.


Genau dafür machen wir die Studie.


State of Team Development 2026

Mit dem State of Team Development möchten wir ein besseres Bild davon bekommen, wie Organisationen Teamentwicklung heute sichtbar machen und wie sie mit den daraus entstehenden Informationen arbeiten.


Die Befragung richtet sich an Menschen aus Coaching, Projektmanagement, Transformation, Organisationsentwicklung und angrenzenden Rollen. Sie ist anonym; ausgewertet werden ausschließlich übergreifende Muster.


Wenn du in deiner Organisation mit Teams oder Teamentwicklung arbeitest, freuen wir uns über deine Perspektive.



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State of Team-Development 26/26

Hilf uns zu verstehen, wie Organisationen Teamentwicklung beobachten, begleiten und Wirkung einschätzen.

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