
TRANSFORMATION
Teamentwicklung in der Transformation vergleichen
Vier Teams übernehmen dasselbe neue Zusammenarbeitsmodell. Die Umsetzung ist überall als abgeschlossen gemeldet – die tatsächliche Entwicklung verläuft jedoch unterschiedlich. Eine Transformation Lead möchte verstehen, wo Unterstützung nötig ist, ohne Teams gegeneinander zu bewerten.
Die Ausgangslage
Eine Transformation Lead begleitet vier Service-Teams bei der Einführung eines neuen Zusammenarbeitsmodells. Die Workshops sind abgeschlossen, Rollenbeschreibungen verteilt und Umsetzungsberichte in allen Bereichen grün. Im Lenkungskreis entsteht der Eindruck, die Teams seien ähnlich weit.
Ein Modell für alle – unterschiedliche Realität im Alltag
In Gesprächen hört die Transformation Lead jedoch Widersprüchliches. Ein Team entscheidet operative Fragen bereits selbstständig. In einem zweiten Team werden Freigaben weiterhin konsequent bei der Führungskraft eingeholt. Ein drittes Team berichtet von unklaren Schnittstellen.
Der Rollout war derselbe – warum fühlt sich die Arbeit so unterschiedlich an? Ein pauschaler zusätzlicher Workshop wäre einfach zu organisieren, könnte aber an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbeigehen. Die Transformation Lead sucht eine differenzierte Sicht auf die Entwicklung.
REFLEXIONSFRAGE
Die Einführung gilt als abgeschlossen, die Teams entwickeln sich aber sehr unterschiedlich. Wie sollte die Transformation Lead reagieren?
A
Für alle Teams denselben zusätzlichen Workshop ansetzen, damit niemand gegenüber dem Standard zurückbleibt.
B
Die Verläufe mit den jeweiligen Teams reflektieren und Unterstützung an ihren konkreten Hindernissen ausrichten.
C
Nur mit den zwei Teams mit schwächeren Werten arbeiten und sie an den besser abschneidenden Teams ausrichten.
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Wie es weitergeht
In der Reflexion zeigt sich: Im Team mit rückläufiger Rollenklarheit haben sich Zuständigkeiten an einer Schnittstelle während des Rollouts verändert. Im stabilen Team fehlt dagegen ein konkreter Anlass, bisherige Entscheidungsroutinen zu überdenken. Die beiden positiv entwickelten Teams haben andere Erfahrungen und benötigen nicht automatisch dieselbe Begleitung.
Wie qymp die Entwicklung sichtbar macht
Mit qymp betrachtet die Organisation für alle vier Teams dieselben relevanten Dimensionen, darunter Rollenklarheit und Selbstorganisation, über mehrere Messzeitpunkte. Die Teams ordnen ihre jeweiligen Veränderungen im eigenen Kontext ein.
Gemeinsame Dimensionen machen unterschiedliche Entwicklungen sichtbar. Sie sind keine Rangliste zur Bewertung von Teams, deren Ausgangslagen und Rahmenbedingungen sich unterscheiden.

Was die Daten zeigen
Im fiktiven Beispiel verbessern sich zwei Teams in beiden Dimensionen. Ein weiteres bleibt weitgehend stabil; im vierten geht die Rollenklarheit zurück. Die Unterschiede sind trotz identischer formaler Einführung sichtbar.
Die Daten beweisen nicht, warum sich die Teams unterschiedlich entwickeln. Sie widersprechen aber der Annahme, ein einheitlich abgeschlossener Rollout bedeute überall denselben Fortschritt. Besonders die lokalen Ausgangsbedingungen verdienen Aufmerksamkeit.
Die gezielte Intervention
Der nächste Lernschritt
Die Transformation Lead unterstützt im ersten Team eine gezielte Rollen- und Schnittstellenklärung; im zweiten wird ein begrenztes Experiment zu eigenständigen Entscheidungen vereinbart. Die Ansätze und ihre erwarteten Veränderungen werden dokumentiert. Für die anderen Teams wird der bestehende Lernrhythmus fortgeführt.
Weitere Messpunkte zeigen, ob sich die lokalen Entwicklungen verändern. Vielleicht hilft die Schnittstellenklärung, während das Entscheidungsexperiment angepasst werden muss. Die Transformation Lead erhält eine belastbarere Grundlage für differenzierte Unterstützung – ohne den Eindruck zu erzeugen, ein Team sei allein aufgrund eines Scores besser.
